Ein Blick hinter unsere Bildungsarbeit
Gute Weiterbildung besteht nicht nur aus guten Inhalten. Entscheidend ist auch, wie sie entwickelt, vermittelt, geprüft und weiterentwickelt wird. In dieser wachsenden Serie beantworten wir die Fragen, die hinter unserer Bildungsarbeit stehen – Woche für Woche, Frage für Frage.
Wer bei uns unterrichtet, muss sein Fachgebiet beherrschen. Das ist selbstverständlich.
Doch wie wir bereits in #01 gezeigt haben, sind Fachwissen und Vermittlungskompetenz zwei unterschiedliche Kompetenzen. Wer fachlich hervorragend ist, kann deshalb eine wertvolle Fachperson sein – aber nicht automatisch eine Lernveranstaltung professionell planen, durchführen und begleiten.
Genau deshalb stellen wir an unsere Dozierenden nicht nur fachliche Anforderungen.
Eine Kursleitung vermittelt nicht einfach möglichst viel Wissen innerhalb einer vorgegebenen Zeit.
Sie muss Lernziele kennen, unterschiedliche Voraussetzungen der Teilnehmenden berücksichtigen, geeignete Methoden einsetzen, Lernprozesse begleiten und erkennen können, wo zusätzliche Erklärungen oder Unterstützung notwendig sind.
Gerade in der Erwachsenenbildung kommt eine weitere Aufgabe hinzu: Die Teilnehmenden bringen eigene Berufs- und Lebenserfahrungen mit. Diese gilt es sinnvoll einzubeziehen, ohne dabei die gemeinsamen Lernziele aus den Augen zu verlieren.
Gute Kursleitung bedeutet deshalb nicht nur, ein Fach zu beherrschen. Sie bedeutet auch, Lernen professionell gestalten zu können.
Wir möchten diese Kompetenz nicht einfach voraussetzen, weil jemand bereits häufig vor Gruppen gesprochen oder viele Jahre Berufserfahrung gesammelt hat.
Deshalb setzen wir bei unseren Dozierenden entsprechende Kompetenzen in der Erwachsenenbildung voraus. Für unsere Bildungsarbeit orientieren wir uns dabei am SVEB-System Ausbildung der Ausbildenden (AdA).
Die entsprechenden Voraussetzungen schaffen eine gemeinsame Grundlage für die Planung, Durchführung und Reflexion von Lernveranstaltungen.
Das bedeutet nicht, dass dadurch alle Dozierenden gleich unterrichten sollen. Unterschiedliche Persönlichkeiten, Erfahrungen und Unterrichtsstile sind ausdrücklich wertvoll.
Gemeinsam sein soll der professionelle Anspruch an die Gestaltung von Lernprozessen.
Unsere Anforderungen an Dozierende sind nicht nur eine interne Entscheidung.
Im Rahmen unserer eduQua-Zertifizierung haben wir uns dazu verpflichtet, Dozierende einzusetzen, welche die Voraussetzungen für den Lehrgang «SVEB-Zertifikat Ausbilder/in – Durchführung von Lernveranstaltungen» erfüllen.
Diese Verpflichtung nehmen wir ernst.
Für uns ist sie aber mehr als eine formale Anforderung aus einem Zertifizierungsverfahren. Sie entspricht dem Verständnis von Bildungsqualität, das wir auch unabhängig davon verfolgen: Wer Verantwortung für die Lernprozesse anderer Menschen übernimmt, sollte dafür entsprechend qualifiziert sein.
Im Idealfall denken Teilnehmende während eines Kurses gar nicht darüber nach, welche didaktischen Überlegungen hinter einer Lernveranstaltung stehen.
Sie erleben stattdessen einen nachvollziehbaren Aufbau, unterschiedliche Lernformen, verständliche Erklärungen, Möglichkeiten zum Ausprobieren, Raum für Fragen und einen erkennbaren Bezug zur beruflichen Praxis.
Professionelle Erwachsenenbildung zeigt sich deshalb nicht unbedingt durch komplizierte Methoden.
Sie zeigt sich darin, dass Lernen bewusst gestaltet wird.
Von unseren Dozierenden erwarten wir Fachkompetenz. Gleichzeitig erwarten wir, dass sie wissen, wie Erwachsene lernen und wie Lernprozesse professionell begleitet werden.
Nicht, weil ein Zertifikat automatisch guten Unterricht garantiert.
Sondern weil wir überzeugt sind, dass Menschen, die andere ausbilden, sowohl ihr Fach als auch das Handwerk des Ausbildens beherrschen sollten.
Qualität | Ausbildung | Kompetenz
Ein Saunaverband könnte Kurse organisieren, erfahrene Fachpersonen als Dozierende einsetzen und damit seine Aufgabe als Bildungsanbieter als erfüllt betrachten.
Wir haben uns bewusst für einen anderen Weg entschieden.
Wenn wir ein eigenes Aus- und Weiterbildungssystem entwickeln, möchten wir die dafür notwendige Bildungskompetenz nicht ausschliesslich von externen Personen einkaufen. Deshalb bauen wir diese Kompetenz auch innerhalb des Schweizer Sauna Bund auf.
Dazu gehört die Ausbildung auf Stufe Ausbilder:in mit eidgenössischem Fachausweis.
Viele durchgeführte Kurse schaffen wertvolle Erfahrung. Erfahrung allein beantwortet jedoch noch nicht alle Fragen, die bei der Entwicklung eines Bildungssystems entstehen.
Wie wird ein Bildungsbedarf ermittelt? Wie werden aus beruflichen Anforderungen sinnvolle Lernziele? Wie müssen verschiedene Lernsequenzen zusammenspielen? Wie werden Lernprozesse begleitet? Und wie lässt sich überprüfen, ob ein Bildungsangebot tatsächlich das erreicht, was es erreichen soll?
Je umfangreicher ein Bildungssystem wird, desto stärker verschiebt sich die Aufgabe vom Durchführen einzelner Kurse hin zum professionellen Gestalten von Bildung.
Natürlich könnten wir für jede konzeptionelle Frage externe Bildungsfachpersonen beiziehen.
Externe Expertise ist wertvoll und wird auch weiterhin ihren Platz haben. Gleichzeitig kennt niemand die Anforderungen unserer Branche so unmittelbar wie Menschen, die sich täglich mit ihr beschäftigen.
Unser Ziel ist deshalb, beides miteinander zu verbinden:
Branchenkenntnis und professionelle Bildungskompetenz.
So können wir Bildungsangebote aus den tatsächlichen Anforderungen des Berufsfeldes heraus entwickeln und gleichzeitig mit den Instrumenten professioneller Erwachsenenbildung gestalten.
Professionalisierung im Bildungsbereich geschieht nicht nur im Kursraum.
Sie zeigt sich auch darin, wie Lehrgänge aufgebaut, Lernziele definiert, Inhalte aufeinander abgestimmt, Dozierende eingebunden, Leistungsnachweise entwickelt und bestehende Angebote weiterentwickelt werden.
Davon profitieren letztlich die Teilnehmenden – aber auch Betriebe, die einschätzen können müssen, welche Kompetenzen hinter einem Bildungsabschluss stehen.
Ein strukturiertes Bildungssystem braucht deshalb auch Menschen, die Bildung konzipieren, begleiten und weiterentwickeln können.
Man könnte es so sehen.
Wir sehen es anders: Gerade wenn eine Branche noch über wenige etablierte Bildungsstrukturen verfügt, ist es wichtig, diese von Beginn an professionell aufzubauen.
Der Aufwand entsteht also nicht, weil wir möglichst viele Qualifikationen vorweisen möchten.
Er entsteht aus der Frage, welche Kompetenzen wir benötigen, um die Verantwortung für unsere Bildungsangebote langfristig selbst wahrnehmen zu können.
Wir möchten nicht nur Kurse anbieten.
Wir möchten ein Bildungsangebot entwickeln, das fachlich fundiert, didaktisch durchdacht und langfristig weiterentwickelbar ist.
Dafür investieren wir nicht nur in unsere Lehrgänge, sondern auch in die Menschen, die sie entwickeln und verantworten.
Professionalisierung beginnt für uns deshalb nicht bei den Teilnehmenden. Sie beginnt beim Bildungsanbieter selbst.
Qualität | Ausbildung | Kompetenz
Wer ein Thema fachlich beherrscht, weiss viel darüber. Das bedeutet jedoch noch nicht automatisch, dass dieses Wissen auch so vermittelt werden kann, dass andere Menschen daraus lernen.
Genau hier beginnt professionelle Bildungsarbeit.
Erwachsene bringen unterschiedliche berufliche Erfahrungen, Vorkenntnisse, Erwartungen und Lerngewohnheiten mit. Manche Teilnehmende arbeiten bereits seit Jahren in einer Saunaanlage, andere steigen neu in das Berufsfeld ein. Gute Weiterbildung muss diese unterschiedlichen Ausgangslagen berücksichtigen und gleichzeitig sicherstellen, dass definierte Lernziele erreicht werden.
Eine fachlich kompetente Person kann erklären, wie etwas funktioniert. Eine kompetente Kursleitung muss zusätzlich überlegen, wie Lerninhalte aufgebaut werden, welche Methoden geeignet sind, wie vorhandene Erfahrungen einbezogen werden und wie aus theoretischem Wissen berufliche Handlungskompetenz entsteht.
Dazu gehört beispielsweise, Lernprozesse zu strukturieren, verständlich zu erklären, geeignete Lernformen einzusetzen, Rückmeldungen zu geben und zu erkennen, wenn Teilnehmende zusätzliche Unterstützung benötigen. Ebenso wichtig ist es, Raum für Erfahrungsaustausch und Reflexion zu schaffen.
Bei unseren Bildungsangeboten achten wir deshalb nicht nur darauf, was vermittelt wird. Ebenso wichtig ist für uns, wie vermittelt wird.
Unsere Dozierenden bringen Fachkompetenz aus ihren jeweiligen Themengebieten mit. Gleichzeitig stellen wir Anforderungen an ihre Kompetenzen in der Erwachsenenbildung. Denn wer bei uns unterrichtet, soll nicht lediglich Fachwissen präsentieren, sondern Lernprozesse professionell gestalten können.
Auch bei der Entwicklung unserer Lehrgänge betrachten wir deshalb Inhalte, Lernziele, Methoden, Praxisphasen und Leistungsnachweise nicht unabhängig voneinander. Sie sollen zusammenspielen und den Transfer in die berufliche Praxis unterstützen.
Das ist besonders wichtig in einem Berufsfeld, in dem Menschen mit sehr unterschiedlichen beruflichen Hintergründen zusammenkommen und Weiterbildungen auch einen qualifizierten Einstieg in ein neues Tätigkeitsgebiet ermöglichen können.
Eine gute Weiterbildung erkennen wir nicht daran, wie viel eine Fachperson erzählt hat.
Entscheidend ist, was die Teilnehmenden am Ende verstanden haben, anwenden können und in ihre berufliche Praxis übertragen können.
Deshalb gilt für uns:
Fachwissen ist unverzichtbar. Vermittlungskompetenz ebenso.
Qualität | Ausbildung | Kompetenz
Andragogik beschäftigt sich mit dem Lernen und der Bildung Erwachsener.
Für uns bedeutet das vor allem: Erwachsene sind nicht einfach Empfänger:innen von Informationen. Sie bringen bereits Erfahrungen und Wissen mit, können neue Inhalte damit verknüpfen, hinterfragen sie und möchten verstehen, welchen Nutzen das Gelernte für ihre eigene Praxis hat.
Professionelle Erwachsenenbildung berücksichtigt diese Voraussetzungen bei der Planung und Durchführung von Lernveranstaltungen.
Berufs- und Lebenserfahrung kann eine wertvolle Ressource für das Lernen sein.
Wenn Teilnehmende eigene Erfahrungen einbringen, Situationen vergleichen, Vorgehensweisen diskutieren oder gemeinsam Lösungen entwickeln, entsteht Lernen nicht nur durch die Kursleitung. Auch der Austausch innerhalb der Gruppe wird Teil des Lernprozesses.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jede bisherige Erfahrung automatisch richtig ist. Weiterbildung bietet ebenso die Möglichkeit, bestehende Routinen zu hinterfragen, neues Wissen damit abzugleichen und das eigene Handeln weiterzuentwickeln.
Erfahrung ist deshalb nicht nur etwas, das Teilnehmende mitbringen. Sie kann selbst zum Lerngegenstand werden.
Erwachsene möchten in der Regel wissen, warum sie etwas lernen und wofür sie dieses Wissen benötigen.
Gerade in einer beruflichen Weiterbildung sollte deshalb erkennbar sein, welchen Bezug ein Thema zur späteren Tätigkeit hat. Theorie und Praxis dürfen nicht unabhängig nebeneinanderstehen.
Das beeinflusst auch die Gestaltung unserer Lernveranstaltungen: Erklärungen, Demonstrationen, praktische Übungen, Erfahrungsaustausch und Reflexion können unterschiedliche Funktionen erfüllen. Welche Methode eingesetzt wird, sollte davon abhängen, was die Teilnehmenden lernen und anschliessend können sollen.
Unsere Teilnehmenden bilden keine homogene Gruppe – und das sollen sie auch nicht.
Berufserfahrene Fachpersonen treffen auf Menschen mit weniger Erfahrung oder auf Quereinsteiger:innen. Diese unterschiedlichen Perspektiven können eine Weiterbildung bereichern, wenn sie bewusst in den Lernprozess einbezogen werden.
Unsere Aufgabe als Bildungsanbieter besteht deshalb nicht darin, allen Menschen auf exakt dieselbe Weise möglichst viele Informationen zu vermitteln.
Wir wollen Lernbedingungen schaffen, in denen unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt werden und gleichzeitig gemeinsame Lernziele erreicht werden können.
Gute Erwachsenenbildung nimmt die Menschen ernst, die lernen.
Sie berücksichtigt vorhandene Erfahrungen, schafft einen nachvollziehbaren Bezug zur Praxis und ermöglicht die aktive Auseinandersetzung mit neuen Inhalten.
Denn Erwachsene bringen bereits viel mit. Gute Weiterbildung baut darauf auf.
Qualität | Ausbildung | Kompetenz
Wer sich mit Erwachsenenbildung in der Schweiz beschäftigt, begegnet früher oder später vier Buchstaben: SVEB.
Der Schweizerische Verband für Weiterbildung ist der nationale Dachverband der Weiterbildung in der Schweiz. Für die Bildungsarbeit ist der Begriff aber noch aus einem anderen Grund relevant: Mit dem AdA-Baukastensystem – Ausbildung der Ausbildenden bestehen etablierte Qualifikationen für Personen, die Erwachsene aus- und weiterbilden.
Doch warum ist das für einen Fachverband im Saunabereich überhaupt interessant?
Genau hier schliesst sich der Kreis zu den ersten beiden Folgen unserer Reihe.
Wer viel über Sauna, Aufgüsse, ätherische Öle oder andere Fachthemen weiss, verfügt über Fachkompetenz. Wer dieses Wissen Erwachsenen vermitteln möchte, benötigt zusätzlich Kompetenzen in der Erwachsenenbildung.
Dazu gehört beispielsweise, Lernveranstaltungen zu planen, Lernziele zu formulieren, geeignete Methoden auszuwählen, Lernprozesse zu begleiten und den Transfer in die Praxis zu unterstützen.
Erwachsenenbildung ist damit eine eigene Kompetenz – und nicht automatisch Bestandteil fachlicher Expertise.
Das AdA-System schafft einen strukturierten Rahmen für die Qualifizierung von Erwachsenenbildner:innen.
Dabei geht es nicht darum, Menschen zu besseren Vortragenden zu machen. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, Lernprozesse von Erwachsenen professionell zu gestalten und zu begleiten.
Das beginnt bei der Planung einer Lernveranstaltung und reicht über die Durchführung bis zur Reflexion des eigenen Handelns als Ausbilder:in.
Damit wird Erwachsenenbildung selbst zu einem Kompetenzbereich, für den Kenntnisse, praktische Erfahrung und nachgewiesene Fähigkeiten erforderlich sind.
Auch eine fachlich spezialisierte Weiterbildung bleibt Weiterbildung.
Deshalb betrachten wir bei unseren Bildungsangeboten nicht nur die Frage, wer fachlich etwas zu einem Thema beitragen kann, sondern auch, wie Lernprozesse professionell gestaltet werden.
Eine fachlich kompetente Person kann für einen bestimmten Inhalt sehr wertvoll sein. Die Verantwortung für die Gestaltung einer professionellen Lernveranstaltung geht jedoch darüber hinaus.
Genau deshalb beschäftigen wir uns mit Standards und Qualifikationen der Erwachsenenbildung.
Professionelle Weiterbildung entsteht nicht dadurch, dass Fachwissen vor einer Gruppe präsentiert wird.
Sie entsteht dort, wo Fachkompetenz und erwachsenenbildnerische Kompetenz zusammenkommen.
Der SVEB und das AdA-System geben der Erwachsenenbildung in der Schweiz dafür einen professionellen Rahmen.
Und genau deshalb spielt SVEB auch in unserer Bildungsarbeit eine Rolle.
Qualität | Ausbildung | Kompetenz
Auf den ersten Blick liegen zwischen Sauna und Erwachsenenbildung zwei verschiedene Welten.
Für uns gehören sie jedoch unmittelbar zusammen.
Wer Aus- und Weiterbildungen anbietet, übernimmt Verantwortung für Lernprozesse. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Sprachen, Technik, Gesundheit, Führung oder um die professionelle Arbeit in Sauna- und Wellnessanlagen geht.
Weiterbildung bleibt Weiterbildung.
Deshalb sind wir Mitglied beim Schweizerischen Verband für Weiterbildung SVEB.
Als Fachverband beschäftigen wir uns mit den fachlichen Anforderungen unserer Branche. Wir kennen die Tätigkeiten, die Herausforderungen der Praxis und die Kompetenzen, die Mitarbeitende für ihre Arbeit benötigen.
Für die Entwicklung professioneller Bildungsangebote reicht die Perspektive der eigenen Fachbranche jedoch nicht aus.
Bildung hat eigene Qualitätsanforderungen, Standards und Entwicklungen. Dazu gehören beispielsweise Fragen der Didaktik, der Kompetenzorientierung, der Gestaltung von Lernprozessen oder der Qualifikation von Ausbildenden.
Unsere Mitgliedschaft im SVEB verbindet deshalb unsere Fachperspektive mit der professionellen Erwachsenenbildung in der Schweiz.
Eine Gefahr bei sehr spezialisierten Bildungsangeboten besteht darin, dass sich eine Branche ihre eigenen Massstäbe setzt und diese irgendwann für selbstverständlich hält.
Wir möchten unsere Bildungsarbeit deshalb nicht ausschliesslich daran messen, was innerhalb der Saunabranche üblich ist.
Der Austausch mit der Weiterbildungslandschaft ermöglicht uns, andere Perspektiven einzubeziehen, Entwicklungen zu verfolgen und die eigene Arbeit immer wieder zu hinterfragen.
Nicht alles, was in anderen Bildungsbereichen funktioniert, lässt sich auf unsere Branche übertragen. Aber genau diese Auseinandersetzung hilft dabei, begründete Entscheidungen zu treffen.
Eine Mitgliedschaft allein macht noch keinen guten Kurs.
Sie ersetzt weder eine durchdachte Kurskonzeption noch qualifizierte Dozierende oder eine konsequente Qualitätssicherung.
Und sie ist auch kein Gütesiegel, mit dem wir behaupten könnten, unsere Bildungsangebote seien allein aufgrund der Mitgliedschaft qualitativ besser.
Für uns bedeutet die Mitgliedschaft vielmehr, dass wir uns bewusst als Teil der Schweizer Weiterbildungslandschaft verstehen und unsere Bildungsarbeit nicht losgelöst davon entwickeln wollen.
Wir möchten die professionelle Aus- und Weiterbildung in der Saunabranche weiterentwickeln.
Dafür benötigen wir Fachwissen aus unserer Branche – aber ebenso den Blick auf professionelle Erwachsenenbildung und deren Entwicklungen.
Deshalb suchen wir den Anschluss an etablierte Strukturen der Weiterbildung, statt unsere Bildungswelt nur innerhalb der eigenen Branche zu definieren.
Unsere Mitgliedschaft im SVEB ist ein Teil dieses Anspruchs.
Qualität | Ausbildung | Kompetenz
Unsere Reihe «Warum wir das so machen.» gibt Einblick in die Bildungsarbeit des Schweizer Sauna Bund. Gibt es etwas, das Sie dazu wissen möchten? Stellen Sie uns Ihre Frage – vielleicht wird daraus eine der nächsten Folgen.
Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig und nur erforderlich, wenn Sie eine persönliche Antwort wünschen. Eingereichte Fragen können anonymisiert in dieser Reihe aufgegriffen werden.